Kameras für Journalisten: So findest du das passende Modell

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Canon EOS 1DX Mark III
Eine der Kameras für Journalisten? Die Canon EOS-1DX Mark III ist schwer sowie teuer und daher unpraktisch für die meisten Journalisten (Foto: Harrison Jones)
Eine der Kameras für Journalisten? Die Canon EOS-1DX Mark III ist schwer sowie teuer und daher unpraktisch für die meisten Journalisten (Foto: Harrison Jones)

Die Vielzahl an Modellen auf dem Kamera-Markt kann ganz schön verwirren. Mit etwas Kenntnis finden sich darunter auch prima Kameras für Journalisten.

Willst du den Ferrari aller Kameras für Journalisten haben? Dann kauf dir die Canon 1DX Mark III. Sie kostet aktuell 7300 Euro. Ein Objektiv, ein Blitzgerät und eine Tasche musst du dir aber noch zusätzlich anschaffen. Oder wie wär’s mit dem Porsche unter den Kameras: einer nagelneuen Leica M11? Für schlappe 8350 Euro bist du dabei!

Kameras für Journalisten können verdammt teuer sein und im Fall der Canon auch ganz schön schwer. Die knapp anderthalb Kilo plus Objektiv willst du nicht jeden Tag mit dir herumschleppen. Und auch dein Bankkonto freut sich sicherlich über eine Alternative zur Leica.

Alternativen müssen her. Diese Anleitung soll dir helfen, eine passende Knipse zu finden, die deinen Geldbeutel schont, Superbilder macht und sich gut bedienen lässt.

Die Anleitung ist dreigeteilt:

  • Zuerst schauen wir uns die Bildqualität der verschiedenen Kamerasysteme an.
  • Ebenso wichtig ist eine gute und verlässliche Bedienung.
  • Drittens schauen wir auf den Preis.

Kameras für Journalisten: Bildqualität ist entscheidend, aber nicht nur

Sensorgröße

Ohne großen Sensor rauschen die Bilder einer Digitalkamera bei hohen ISO-Werten. Dieser Wert hat in der analogen Fotografie die Filmempfindlichkeit angegeben, nun die Sensorempfindlichkeit. Je höher der Wert, desto größer das Bildrauschen.

Für den Fotojournalismus ist der Kleinbild-Sensor interessant. Er hat die volle Größe des Kleinbild-Analogfilms von 36 × 24 mm und wird daher auch Vollformat-Sensor genannt.

Die Canon 1DX Mark III hat einen solchen Sensor. Grundsätzlich sind Vollformat-Kameras teuer. Ältere, nicht mehr hergestellte Modelle sind jedoch erschwinglich. Die Canon 5D Mark II ist schon ab 300 Euro gebraucht erhältlich.

Canon

  • Canon EOS 1DX Mark III
  • Canon EOS 5D Mark IV
  • Canon EOS 5DS
  • Canon EOS 5DS R
  • Canon EOS 6D Mark II
  • Canon EOS R3 (spiegellos)
  • Canon EOS R5 (spiegellos)
  • Canon EOS R6 (spiegellos)
  • Canon EOS R (spiegellos)
  • Canon EOS RP (spiegellos)

Nikon

  • Nikon D6
  • Nikon D850
  • Nikon D780
  • Nikon Df
  • Nikon D610
  • Nikon Z9 (spiegellos)
  • Nikon Z7 (spiegellos)
  • Nikon Z6 (spiegellos)
  • Nikon Z5 (spiegellos)

Sony

  • Sony Alpha 1 (spiegellos)
  • Sony Alpha 9 II (spiegellos)
  • Sony Alpha 7R IV (spiegellos)
  • Sony Alpha 7S III (spiegellos)
  • Sony Alpha 7 IV (spiegellos)

Leica

  • Leica M11 (spiegellos)
  • Leica M10-R (spiegellos)
  • Leica M-E (Typ 240) (spiegellos)
  • Leica SL2 (spiegellos)
  • Leica M10-D (spiegellos)
  • Leica M10-P (spiegellos)
  • Leica M10 (spiegellos)

Panasonic

  • Panasonic Lumix DC-S5 (spiegellos)
  • Panasonic Lumix DC-S1H (spiegellos)
  • Panasonic Lumix DC-S1R (spiegellos)
  • Panasonic Lumix DC-S1 (spiegellos)

Sigma

  • Sigma fp L (spiegellos)
  • Sigma fp (spiegellos)

Pentax

  • Pentax K-1 Mark II

Alternativen zum Vollformat: Kameras für Journalisten können auch günstiger sein

Kameras mit Vollformat-Sensor sind teuer. Alternativen sind Kameras mit „APS-C“- oder „Micro Four Thirds (MFT)“-Sensoren.

Sie sind kleiner als ein Vollformat-Sensor, jedoch ausreichend groß, um wenig zu rauschen. Dabei erreichen sie bei hohen ISO-Werten jedoch nicht die gleiche Qualität. Diese Kameras richten sich daher eher an Hobby-Fotografen.

Canon

  • Canon EOS 7D Mark II
  • Canon EOS 90D
  • Canon EOS 77D
  • Canon EOS 250D
  • Canon EOS 800D
  • Canon EOS 850D
  • Canon EOS 2000D
  • Canon EOS 4000D
  • Canon EOS M50 (spiegellos)
  • Canon EOS M100 (spiegellos)
  • Canon EOS M6 Mark II (spiegellos)

Nikon

  • Nikon D500
  • Nikon D3500
  • Nikon D5600
  • Nikon D7500
  • Nikon Z50 (spiegellos)
  • Nikon Z fc (spiegellos)

Sony

  • Sony a6100 (spiegellos)
  • Sony a6600 (spiegellos)
  • Sony a6400 (spiegellos)

Fujifilm

  • Fujifilm X-Pro3 (spiegellos)
  • Fujifilm X-H1 (spiegellos)
  • Fujifilm X-T4 (spiegellos)
  • Fujifilm X-S10 (spiegellos)
  • Fujifilm X-T30 (spiegellos)
  • Fujifilm X-T200 (spiegellos)
  • Fujifilm X-A7 (spiegellos)
  • Fujifilm X-E3 (spiegellos)

Pentax

  • Pentax K-70
  • Pentax KP

Leica

  • Leica CL (spiegellos)
  • Leica TL2 (spiegellos)

Panasonic

  • Panasonic Lumix DC-G100 (Lumix DC-G110) (spiegellos)
  • Panasonic Lumix DC-G95 (spiegellos)
  • Panasonic Lumix DC-G90 (Lumix DC-G91) (spiegellos)
  • Panasonic Lumix DC-GX9 (spiegellos)
  • Panasonic Lumix DC-GF10 (GF90) (spiegellos)
  • Panasonic Lumix DC-G9 (spiegellos)
  • Panasonic Lumix DC-GH5 (spiegellos)

Olympus / OM Systems

  • Olympus OM-D E-M1X (spiegellos)
  • Olympus OM-D E-M1 Mark III (spiegellos)
  • Olympus OM-D E-M10 IV (spiegellos)
  • Olympus OM-D E-M5 III (spiegellos)
  • Olympus PEN E-PL10 (spiegellos)

Megapixel

Anfänger schielen gerne auf die Anzahl der Megapixel, wenn sie eine Kamera kaufen. Vergiss das lieber schnell!

Um zu verstehen, warum die Megapixel einer Kamera meist egal sind, lohnt sich ein Blick auf die Website poeschel.net. Dort kannst du die gewünschte Druckauflösung einstellen – üblich sind 300 dpi (dots per inch) – und sehen, welche Formate du mit wie vielen Megapixeln bedrucken kannst.

Selbst mit 5 Megapixeln – das war bei Kameras im Jahr 2005 die Regel – hast du ausreichend Auflösung, um ein DIN-A4-Blatt zu bedrucken, ohne dass es pixelig wird.

Selbst wenn du mal einen Ausschnitt wählen willst, sind 10 Megapixel ausreichend. 10 Megapixel hatten fast alle Kameras mit Wechselobjektiv seit 2008. Selbst die erste Canon EOS 5D von 2005, die du mittlerweile für knapp 250 Euro gebraucht kaufen kannst, hat 12,8 Megapixel.

Objektivwahl

Entscheidend für das Bild ist das Objektiv. Grob kannst du zwischen Zoom-Objektiven und Objektiven mit fester Brennweite unterscheiden. Doch welche Objektive brauchst du überhaupt?

Am Anfang reicht meist ein Normal-Zoom-Objektiv aus. Beim Vollformat entspricht das einer Brennweite von 24 bis 70 mm.

Canon bietet gleich mehrere solcher Objektive für seine Vollformat-Kameras an: ein 24-70 mm f2.8, ein 24-70 mm f4.0 und ein 24-105 mm f4.0.

Vorteil einer kleinen Blendenzahl, angegeben mit dem Wert hinter
dem kleinen f, ist eine offene Blende, die auch bei Dunkelheit noch viel Licht auf den Sensor fallen lässt. Die Blende entspricht der Pupillenöffnung deines Auges.

Ist die Blende weit geöffnet, fällt viel Licht auf den Sensor und du kannst eine kleine ISO-Zahl wählen. Das Foto rauscht weniger. Zudem erzielst du mit einer offenen Blende eine geringe Schärfentiefe. So kannst du den Hintergrund deines Motivs verschwimmen lassen.

Die aufgeführten Canon-Objektive sind jedoch selbst gebraucht nicht unter 300 Euro zu bekommen. Einzig das 24-105 mm f4.0 liegt vielen Kameras als Kit-Objektiv bei. Es ist ein guter Allrounder, da es sich bis in den Telebereich erstreckt.

Günstigere Normal-Zoom-Objektive haben meist keine durchgängige Blendenöffnung, sind dafür aber wesentlich leichter und günstiger. Ein typisches Anfänger-Objektiv, das den meisten APS-C-Kameras beiliegt, ist das 18-55 mm f3.5-5.6.

Interessant für APS-C-Kameras ist auch das 18-135mm f3.5-5.6, das ebenfalls oft als Kit-Objektiv angeboten wird, jedoch etwas teurer ist.

Welches Objektiv solltest du als zweites kaufen?

Dafür musst du entscheiden, ob du einen größeren Brennweitenbereich abdecken möchtest oder mehr Lichtstärke
benötigst.

Soll es mehr Brennweite sein, kommen Weitwinkel-Zooms und Tele-Zooms ins Spiel. Ein typisches Weitwinkel-Zoom ist das Canon 16-35 mm f2.8, bei den Telezooms ist bei allen Herstellern das 70-200 mm f2.8 gebräuchlich.

Diese Objektive sind aufgrund ihrer Verarbeitung und großen Blendenöffnung teuer und für Einsteiger uninteressant. Es gibt auch Versionen mit durchgängiger Blende f4.0, doch auch diese Objektive sprengen das Budget der meisten Anfänger.

Soll es mehr Lichtstärke sein, ist die Wahl einfach – und zum Glück auch günstiger. Eine lichtstarke Festbrennweite gibt es von den meisten Herstellern schon für circa 100 Euro, zum Beispiel von Canon das 50mm f1.8. Nikons günstigste Festbrennweite ist das 35mm f1.8.

Gebraucht sind diese Objektive sogar noch erschwinglicher. Damit kannst du auch bei Dunkelheit ohne Blitz fotografieren, sie haben meist eine höhere Bildqualität als Zoom-Objektive und sie sind so leicht und klein, dass du sie in der Jackentasche tragen kannst.

Noch lichtstärkere Objektive mit Blendenöffnungen von f1.4 oder sogar f1.2 lohnen sich eigentlich nur für Profis, und sie sind entsprechend teuer.

Bedienung

Bedienkonzept

Ambitionierten Fotografen rate ich zu einer Kamera, an der sich Blende und Verschlusszeit mit zwei separaten Rädchen ändern lassen. Hilfreich ist auch ein Schnellzugriff auf die ISO-Einstellung, sodass man nicht mühsam im Menü danach suchen muss.

Zudem sollten sich der Autofokus, der Weißabgleich, der Belichtungsmesser sowie die Serienbildgeschwindigkeit möglichst schnell aufrufen lassen.

Die Belichtungsprogramme Automatik, Programm, Blendenvorwahl,
Zeitvorwahl und Manuell sollten zudem einfach zu wechseln sein.

Damit ist die Auswahl eingegrenzt. Die folgende Liste beinhaltet nur neu erhältliche Kameras, die die aufgeführten Kriterien erfüllen. Aus Preisgründen sind Vollformat-Kameras nicht aufgeführt.

Canon

  • Canon EOS 7D Mark II
  • Canon EOS 90D
  • Canon EOS 77D
  • Canon EOS M6 Mark II (spiegellos)

Nikon

  • Nikon D500
  • Nikon D7500
  • Nikon Z50 (spiegellos)
  • Nikon Z fc (spiegellos)

Sony

  • Sony a6100 (spiegellos)
  • Sony a6600 (spiegellos)
  • Sony a6400 (spiegellos)

Fujifilm

  • Fujifilm X-Pro3 (spiegellos)
  • Fujifilm X-H1 (spiegellos)
  • Fujifilm X-T4 (spiegellos)
  • Fujifilm X-S10 (spiegellos)
  • Fujifilm X-T30 (spiegellos)

Pentax

  • Pentax K-70
  • Pentax KP

Leica

  • Leica CL (spiegellos)
  • Leica TL2 (spiegellos)

Panasonic

  • Panasonic Lumix DC-G100 (Lumix DC-G110) (spiegellos)
  • Panasonic Lumix DC-G95 (spiegellos)
  • Panasonic Lumix DC-G90 (Lumix DC-G91) (spiegellos)
  • Panasonic Lumix DC-GX9 (spiegellos)
  • Panasonic Lumix DC-G9 (spiegellos)
  • Panasonic Lumix DC-GH5 (spiegellos)

Olympus / OM Systems

  • Olympus OM-D E-M1X (spiegellos)
  • Olympus OM-D E-M1 Mark III (spiegellos)
  • Olympus OM-D E-M10 IV (spiegellos)
  • Olympus OM-D E-M5 III (spiegellos)

Es muss jedoch nicht unbedingt eine dieser nagelneuen Kameras sein. Die Vorgängermodelle haben meist dieselben Bedienelemente und deren Bildqualität ist oft ebenbürtig.

Typen

Bislang bin ich nicht auf den Unterschied zwischen Spiegelreflex-Kameras (DSLR) und spiegellosen Kameras (DSLM) eingegangen.

Letztlich erklärt sich der Unterschied bereits durch den Namen. In einer Spiegelreflex-Kamera lenkt ein Spiegel das Licht durch ein Prisma in den Sucher, wo der Fotograf das unverfälschte Bild, das das Objektiv anvisiert, sehen kann.

Bei spiegellosen Systemkameras kannst du bereits vor der Aufnahme die ungefähre Belichtung durch den elektronischen Sucher sehen. Die Sucher, auch EVF (electronic viewfinder) genannt, waren jedoch bis vor kurzem nicht ausgereift.

Vorteil einer Spiegelreflex ist daher, dass es keine störenden Verzögerungen und keine pixelige Darstellung gibt. Nachteilig ist, dass das spätere Bildergebnis stark von der Darstellung im Sucher abweichen kann. Erfahrene Fotografen können das fertige Bild jedoch meist vorhersehen.

Die Spiegelreflex-Systeme haben sich bewährt und es gibt Hunderte
Objektive, auch von Fremdherstellern wie Tamron und Sigma. Die Hersteller entwickeln dafür jedoch kaum noch neue Objektive. Die Zukunft gehört den Spiegellosen, obwohl das Objektiv-Angebot noch überschaubar und teuer ist.

Spiegellose sind meist kompakter, da das Prisma und der Spiegel bei einer DSLR viel Platz benötigen. Soll die Kamera in die Jackentasche passen, eignen sich also nur Spiegellose. Manche Fotografen bevorzugen wegen des größeren Griffs immer noch Spiegelreflex-Kameras.

Preis

Geschätzt kostet eine Ausrüstung, die alle oben genannte Punkte erfüllt, knapp 800 Euro.

Gebraucht bekommt man dafür eine professionelle Ausrüstung, die vor wenigen Jahren mehr als 3000 Euro gekostet hätte. Bei neuen
Kameras muss man Abstriche bei den Bedienelementen machen oder auf Angebote warten.

In jedem Fall sollte man die Kamera mal in die Hand genommen haben, bevor man sie kauft. Besonders Blende, Verschlusszeit und ISO sollten einfach zu verstellen sein.

Für ein ganzes Kit kann man wie folgt kalkulieren:

  • Kameragehäuse: 400 Euro
  • Normalzoomobjektiv: 200 Euro
  • Systemblitzgerät: 80 Euro (Fremdhersteller)
  • Tasche/Rucksack: 50 Euro
  • Ersatzakkus: 20 Euro pro Akku (Fremdhersteller)
  • Speicherkarten: 10 bis 50 Euro pro Karte, je nach Geschwindigkeit und Größe

Hier zwei Beispiel-Ausrüstungen:

Canon 5D Mark II Kit (gebraucht) – 809 Euro

  • Kameragehäuse: Canon 5D Mark II (gebraucht) – 350 Euro
  • Normal-Zoom-Objektiv: Canon 24-105mm 4.0 L (gebraucht) – 300 Euro
  • Blitz: Canon EX430 II (gebraucht) – 80 Euro
  • Tasche: Lowepro Format 160 (neu) – 35 Euro
  • Ersatzakkus: Powerextra 2 Stück Ersatzakku für Canon LP-E6 (neu, Amazon) – 24 Euro
  • Speicherkarte: SanDisk Extreme CompactFlash UDMA7 32GB bis zu 120 MB/Sek (neu) – 30 Euro

Canon 7D Kit (gebraucht) – 619 Euro

  • Kameragehäuse: Canon 7D (gebraucht) – 300 Euro
  • Normal-Zoom-Objektiv: Canon EF-S 18-135mm F3.5-5.6 IS STM (gebraucht) – 150 Euro
  • Blitz: Canon EX430 II (gebraucht) – 80 Euro
  • Tasche: Lowepro Format 160 (neu) – 35 Euro
  • Ersatzakkus: Powerextra 2 Stück Ersatzakku für Canon LP-E6 (neu, Amazon) – 24 Euro
  • Speicherkarte: SanDisk Extreme CompactFlash UDMA7 32GB bis zu 120 MB/Sek (neu) – 30 Euro

Fazit

Im Prinzip kannst du auch mit deinem Smartphone oder einer Kompaktkamera Bilder schießen. Doch du gibst dabei die Kontrolle an die Elektronik ab und schmälerst deinen Gestaltungsspielraum.

Auch die Einsteigerkameras mit Wechselobjektiven von Canon, Nikon und Co. erlauben nur beschränkte Einstellungen. Du musst dich bei ihnen durch komplizierte Menüs navigieren und verlierst dabei das Motiv aus den Augen.

Daher kann ich dir nur zu einer Kamera raten, die viele Bedienelemente hat. Das muss keine neue Kamera sein. Selbst zehn Jahre alte DSLR haben genügend Megapixel und rauschen auch bei hohen ISO-Werten nur wenig.

Wichtiger sind die Objektive. Am Anfang reicht ein günstiges Normalzoom, zum Beispiel das 18-55 mm f3.5-5.6. Bei Dunkelheit hilft eine günstige Festbrennweite, zum Beispiel das 50 mm f1.8.

In Innenräumen oder im Schatten ist ein extra Blitzgerät nützlich. Das muss kein Originalfabrikat sein, da du sonst einen heftigen Aufpreis zahlst.

Und dann heißt es: üben, üben, üben. Eine Systemkamera ist in der Bedienung vergleichbar mit einer Handschaltung im Auto. Bei den ersten Stunden in der Fahrschule hakt es öfter mal. Aber mit der Zeit flutschen die Gänge reibungslos ins Getriebe. Dann macht das Fahren Spaß. Genauso ist es mit der Kamera. Wenn die Bedienung in Fleisch und Blut übergegangen ist, macht das Fotografieren Spaß und die Einarbeitung wird mit guten Bilden belohnt.

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